Geschichte

Infolge der nach dem Krieg herrschenden extremen Wohnungsnot war der Bedarf an Wohnraum immens. Durch die Vielzahl der aus den ehemaligen Ost-Gebieten Vertriebenen und Flüchtlinge, die gen Westen strömten, stieg die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins um mehr als 60 %. Kein anderes westliches Bundesland hatte einen so großen Zuzug zu verkraften. Hiervon betroffen waren insbesondere die damaligen Kreise Eutin und Oldenburg, also der heutige Kreis Ostholstein, da hier 1950 die Einwohnerzahl durch die Flüchtlinge fast doppelt so hoch war wie vor dem Krieg.

Die 1948 gegründete Baugenossenschaft hat in den ersten ca. 25 Jahren ihres Bestehens neben der Errichtung von Mietwohnungen über 750 Siedlungsmaßnahmen, d.h. den Bau von Eigenheimen, technisch und finanzwirtschaftlich betreut. Die Eigenheime wurden insbesondere für kinderreiche Familien errichtet, die aufgrund ihrer Einkommensverhältnisse berechtigt waren, öffentliche Mittel für die Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Die Genossenschaft war damit seinerzeit eines der größten Baubetreuungsunternehmen in der heimischen Region.  

Erst in den 1970er Jahren waren Angebot und Nachfrage nach Wohnraum wieder einigermaßen ausgeglichen. 

Gerade die Wohnungsgenossenschaften haben zum Wiederaufbau des Landes einen erheblichen Teil beigetragen, da sie breite Schichten der Bevölkerung mit guten und sicheren Wohnungen zu sozial verantwortbaren Preisen versorgt haben. Das Prinzip der Selbstverwaltung, das lebenslange Wohnrecht der Mitglieder ohne Furcht vor Eigenbedarfs-Kündigungen und das nicht Rendite-orientierte Wirtschaften sind auch heute noch die wesentlichen Merkmale von Wohnungsgenossenschaften, die sich hierdurch deutlich von anderen Anbietern auf dem Wohnungsmarkt unterscheiden. 

Nicht umsonst haben die Vereinten Nationen 2012 zum "Internationalen Jahr der Genossenschaften" ausgerufen, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vieler Länder zu betonen. Begründet wurde diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben.

Derzeit bewirtschaftet die Genossenschaft 525 eigene Wohnungen nebst Garagen, Carports und Stellplätzen an 25 verschiedenen Standorten. Mit ihren Objekten ist sie in 12 Städten und Gemeinden im südlichen Ostholstein vertreten. 

Heute erstrecken sich die Hauptaktivitäten auf die nachhaltige Pflege und Modernisierung der Bestände. Insbesondere die umfassende energetische Modernisierung der Gebäude wird seit dem Jahr 2000 sukzessive und konsequent realisiert. Hierdurch wollen wir unseren Mieterinnen und Mietern Wohnraum zur Verfügung stellen, der heutigen und kommenden Ansprüchen genügt.

Attraktive Standorte, großzügige Grundstücke mit schönen Außenanlagen, stetige Instandhaltungs- und Modernisierungsaktivitäten sowie eine engagierte Betreuung der MieterInnen und Mitglieder haben unsere "kleine" Genossenschaft zu einer festen Größe im hiesigen Wohnungsmarkt werden lassen.

Wenn auch Sie dort wohnen möchten, wo andere Urlaub machen, heißen wir Sie herzlich willkommen!